Die Strahlenbelastung in Wohnungen

Die kosmische Strahlung ist stark abhängig von der Höhe über dem Meeresspiegel. In Häusern ist sie durch die Abschirmwirkung des Baumaterials innen etwa 20 bis 30 Prozent geringer als draußen. Die terrestrische Strahlung hat ihren Ursprung in langlebigen Radionukliden der Uran-Radium- und der Thorium-Reihe im Gestein. Der Gehalt des Erdbodens an solchen radioaktiven Stoffen ist regional sehr unterschiedlich. Besondere Bedeutung haben deshalb die für den Bau von Häusern verwendeten Materialien.

Mit mehr als 100.000 Einzelmessungen in der gesamten Bundesrepublik hat die Strahlenschutzkommission die Schwankungsbreite der natürlichen Strahlung in Wohnungen ermittelt. Ergebnis: In Häusern im Raum Koblenz, im Saarland und im Bayerischen Wald sind die Werte am höchsten.

 Hochgerechnet ist der Strahlenpegel in etwa 60.000 bundesdeutschen Wohnungen höher als der von der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) empfohlene Grenzwert. Die oben erwähnten steinernen Baustoffe enthalten in erhöhtem Ausmaß Radium sowie Thorium, das zu radioaktivem Radongas zerfällt und in die Luft entweicht, dort sogenannte Alphateilchen abstrahlt und dabei wiederum in ein anderes radioaktives Element übergeht. Radon und die beim Zerfall entstehenden Elemente gelangen beim Atmen in die Lunge, die dadurch einer erheblichen Strahlenbelastung ausgesetzt ist.

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